Richtig trinken im Sommer

Richtig trinken im Sommer

Folgen eines Wassermangels

Da die Wasservorräte begrenzt sind, kann eine Dehydrierung relativ schnell gefährlich werden. Eine erste Folge des Schweißverlustes ist eine Verringerung der Blutflüssigkeit, welche schnell 15–20% des Ausgangsvolumens erreichen kann. Dadurch nimmt die Fließeigenschaft deutlich ab und es kommt zu einer schlechteren Nährstoffversorgung in den äußeren Körperbereichen. Ein Flüssigkeitsdefizit von nur 2 % führt schon zu messbaren Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Leistungsabfall. Die weiteren Folgen können eine starke Leistungsverminderung, Muskelkrämpfe und Kreislaufprobleme sein.

Wasser ist das einzige Kühlsystem des Körpers!

Eine Erklärung für die besonders hohe Gefahr eines Flüssigkeitsdefizits im Sommer ist, dass der menschliche Körper lediglich mit einem Wirkungsgrad von ca. 30 Prozent arbeitet. Bei jeder muskulären Aktivität gehen 70 Prozent der Energie als Wärme verloren! Um die Körpertemperatur konstant bei 37 Grad zu halten, muss die überschüssige Wärme über die Schweißbildung und Verdunstung abgeführt werden. Pro Liter Schweiß werden dem Körper dadurch ca. 580 kcal entzogen.

Je höher die Umgebungstemperatur ist, desto mehr verliert der Körper an Wasser um die Kühlung aufrecht zu erhalten. Die Intensität sportlicher Anstrengung und die Trinkmenge sollte daher den Temperaturen angepasst werden.

Mehr trinken bei hoher Luftfeuchtigkeit!

An Sommertagen, wenn es besonders heiß und gleichzeitig schwül ist d.h. eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, steigt der Schweißverlust. Der Körper ist praktisch ständig schweißnass, der Schweiß tropft nur ab – anstatt zu verdunsten und kann so nicht effektiv kühlen. Wenn es in dieser Situation nicht zu einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr mit mineralstoffreichen Getränken kommt, ist Sport eine potentielle Gesundheitsgefährdung. Die Schweißmenge ist zudem abhängig von der Belastungsintensität, von der Außentemperatur, vom Wind und von der Kleidung. Je höher die Belastungsintensität, je höher die Außentemperatur, je windstiller und je luftundurchlässiger die Kleidung, desto höher die Schweißverluste und umso höher die empfohlene Trinkmenge.

Trinke bevor Du Durst bekommst!

Durst ist ein schlechter Indikator für die optimale Wasserversorgung. Das Durstgefühl kommt erst wenn schon ein Defizit vorhanden ist und somit die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind. Ein Flüssigkeitsdefizit von nur 2 % führt schon zu messbaren Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Leistungsabfall. Daher solltest Du regelmäßig über den Tag verteilt trinken. Im Sommer werden mindestens 2,5 Liter pro Tag empfohlen.

Kein reines Leitungswasser!

Auf einen Ausgleich der Mineralstoffe ist außerdem zu achten! Mineralwasser mit einem Verhältnis von Calcium zu Magnesium von 2:1 eignet sich optimal, denn in diesem Verhältnis wird es auch über den Schweiß ausgeschieden.

Besonders bei starker Hitze oder großer körperlicher Belastung entstehen sehr große Wasser- und Natriumverluste im Schweiß. Wenn Du nun große Mengen Leitungswasser oder mineralstoffarmes Wasser trinkst, provozierst Du eine weitere Verminderung der Natriumkonzentration z.B. im Blut. Dies kann zu einer so genannten Wasservergiftung führen. Achte deshalb darauf nicht nur Leitungswasser zu trinken, sondern reichere es mit Mineraltabletten an oder trinke leichte Saftschorlen um die wertvollen Mineralstoffe zu bekommen: Natrium, Calcium und Magnesium!

Viel Obst und Gemüse!

Bei sehr hohen Außentemperaturen ist das Hungergefühl vermindert. Wir essen daher automatisch weniger. Wer weniger isst, muss umso mehr trinken, da ein Teil des Wassers aus der Nahrung fehlt. Reichlich Obst und Gemüse hilft dabei, den Wasserhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Es besitzt außerdem Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die gerade im Sommer positiv für die Haut sind und unsere körpereigenen Abwehrkräfte stärken können.


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