8 bizarre Nebeneffekte, die während des Trainings auftauchen

Wer kennt es nicht? Man macht Sport und plötzlich tränen die Augen, das Bein zuckt oder die Nase juckt. Aber was hat es eigentlich mit diesen Effekten auf sich? Unser eCoach hat sich auf die Suche gemacht und hat in diesem Artikel die bizarrsten Nebenwirkungen für Euch zusammengefasst, die euch beim Training begegnen könnten.

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1.      Muskelzuckungen im Training

Woher kommt das: Diese kleinen Zuckungen werden in der Medizin auch Faszikulationen genannt und werden durch ein Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts im Muskel ausgelöst, sobald diese ermüden.
Was du dagegen tun kannst: Trinke sowohl vor und während des Trainings ausreichend Mineralwasser. Sollte dein Training länger als eine halbe Stunde andauern, empfehlen wir dir ein isotonisches Getränk, z.B. eine leichte Apfelschorle. Das gibt dir genügend Kalium, Natrium und andere Elektrolyten, um die Mineralstoffe wieder auszugleichen, die du über den Schweiß verloren hast.

Falls die Zuckungen mehrere Tage nach dem Training anhalten, solltest du einen Arzt aufsuchen. In seltenen Fällen sind sie Zeichen für Muskelfaserrisse oder –zerrungen. Außerdem können sie ein Anzeichen für eine Fehlfunktion der Nieren oder Schilddrüsen, Fibromyalgie oder andere neuromuskuläre Störungen sein.

2.     Laufende Nasen & tränende Augen

Woher kommt das: Training erweitert und verengt die Blutgefäße in den Nebenhöhlen, was dazu führt, dass die Augen tränen und die Nase läuft. Falls deine Nase ständig läuft, kann dies ein Zeichen für eine Allergie gegen Training sein.

Diese Erkrankung wird auch Belastungsschnupfen genannt. Die Symptome sind sehr ähnlich mit denen einer saisonalen Allergie: eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen oder wässrige Augen. Je höher die Trainingsintensität, umso häufiger und intensiver treten sie auf, da die Blutgefäße dadurch noch mehr verengen als sonst.

Was du dagegen tun kannst: Beim Indoor-Training kannst du bestimmte Allergene wie Pollen oder Autoabgase vermeiden, die deine Nebenhöhlen reizen. Was auch helfen kann, sind Nasensprays mit dem sekretmindernden Inhaltsstoff Iprotopiumbromid vor dem Training.

3.      Juckreiz

Woher kommt das: Im Training arbeitet dein Herz auf Hochtouren und pumpt das Blut zu der beanspruchten Muskulatur – wie z.B. zu deinen Oberschenkeln beim Joggen oder zu deiner Brust beim Bankdrücken. Dabei werden Millionen von Kapillaren gefüllt. Sobald die Kapillaren sich ausdehnen, drücken sie nach außen und stimulieren dabei umgebende Nervenzellen, die wiederum Signale zurück an das Gehirn senden. Dein Gehirn nimmt diese Signale dann als Juckreiz wahr.

Was du dagegen tun kannst: Das Einzige, was du dagegen tun kannst, ist eine Routine im Training zu erlangen. Wenn du regelmäßig trainierst, gewöhnt sich dein Gehirn an die Signale und ignoriert sie mit der Zeit. Falls du eine längere Trainingspause einlegst, könnte der Juckreiz umso intensiver auftreten, sobald du wieder mit dem Training anfängst.

Bei Müdigkeit und/oder Hautausschlag, suche sofort einen Arzt auf. Es könnte sich nämlich um die Anstrengungs-induzierte Urticaria handeln, eine gravierendere Hauterkrankung.

4.     Kältegefühl im Bauchraum

Woher kommt das: Während des Trainings benötigt der Körper Blut in der Muskulatur, die beansprucht wird. Zwar regt körperliche Aktivität den Verdauungstrakt an, jedoch wird viel mehr Blut in den Muskeln für das Training benötigt als im Bauch und im Darmtrakt.

Die beanspruchte Muskulatur verbraucht Energie und produziert damit Wärme, wobei letztere auch auf die Haut übertragen wird. Dies wärmt die Bereiche um den Bauchraum herum. Aus diesem Grund fühlt sich der Bauch im Vergleich dazu auch viel kälter an.

Was du dagegen tun kannst: Da gibt es kein Heilmittel dagegen. Das ist ein ganz normaler und natürlicher Teil des Trainings, also brauchst du keine Angst davor haben.

Bei Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Krämpfen, Brustschmerzen, Erkältung oder kalten Händen beende das Training und geh zum Arzt. Kalte Hände können einen Herzinfarkt oder Überhitzung signalisieren, also nimm das nicht ganz auf die leichte Schulter.

5.      Vermehrter Drang nach Stuhlgang

Woher kommt das: Training löst Aktionen im Darmtrakt aus. Das führt häufig dazu, dass du den Drang hast, aufs Klo gehen zu müssen, sobald du anfängst zu trainieren. Der umgekehrte Blutfluss vom Verdauungstrakt zur beanspruchten Muskulatur kann ebenfalls eine Rolle spielen. Was auch eine Rolle spielen kann, sind Angst, das Timing deiner letzten Mahlzeit, Stress, Trainingsintensität, Trainingsdauer oder dein Wasserhaushalt.

Was du dagegen tun kannst: Achte darauf, dass du deine letzte Mahlzeit ein paar Stunden vor dem Training zu dir nimmst.  Vermeide große Mahlzeiten, ballaststoffreiche Lebensmittel, künstliche Süßstoffe, sehr fettiges Essen, und Kaffein. Alle eben genannten Punkte heizen den Verdauungstrakt an.

Bevor du mit dem Training anfängst, geh zuerst auf die Toilette um alles zu entleeren. Dies kannst du am besten mit einem kleinen Warm-Up erreichen, sodass der Darm angeregt wird.

Wenn auch das nichts hilft und du eine anhaltende Diarrhoe (= Durchfall) oder Blut im Stuhl hast, dann such unbedingt schnellstmöglich medizinische Hilfe auf. Dies kann ein Anzeichen für viele verschiedene Erkrankungen sein , angefangen von Hämorrhoiden über ernstzunehmende Verdauungsprobleme bis hin zu Darmkrebs.

6.      Schwindelanfälle im Training

Woher kommt das: Schwindel und Benommenheit können durch vermehrte Blutansammlung in den Beinen verursacht werden, vor allem, wenn du stehst, wenn es zu heiß ist oder du plötzlich aufhörst zu trainieren.

Überraschenderweise sind trainierte Leute mehr davon betroffen. Das liegt daran, dass Training die Herzkammern vergrößert (Zeichen von guter Fitness). Es kommt außerdem zu einem verminderten Blutrückfluss zum Herzen bei langem Stehen. Wenn weniger Blut zum Herzen zurückgepumpt wird, wird weniger Blut mit Sauerstoff wieder aufgefüllt, was dazu führt, dass du dich schwindlig fühlst. Dein Gehirn bekommt kurzzeitig nicht genügend Sauerstoff. Dehydration und ein niedriger Blutdruckspiegel können auch zum Schwindelgefühl beitragen.

Was du dagegen tun kannst: Nach einem Satz/Training solltest du dich weiterhin bewegen oder dich hinsetzen. Obwohl diese beiden Methoden sehr widersprüchlich erscheinen, fließt in beiden Fällen Blut wieder zurück zum Herzen. Spanne die Oberschenkel- und Wadenmuskeln immer wieder an, um den Blutfluss anzuregen. Trinke außerdem genügend Wasser, um Dehydration zu vermeiden. Geh auf Nummer sicher und such einen Arzt auf, wenn du öfters solche Symptome hast. Vertigo kann ein Grund für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall sein.

7.      Übelkeit und Erbrechen

Woher kommt das: Verantwortlich dafür sind zum Einen der Blutfluss vom Bauchraum zu den Muskeln während des Trainings und zum anderen dein Mageninhalt, der beim Training herumgeschleudert wird. Wenn der Körper nicht daran gewöhnt ist, kann alles wieder hochkommen.

Was du dagegen tun kannst: Vermeide vor dem Workout Lebensmittel, die die Übelkeit auslösen. Eine allgemeine Daumenregel – vermeide überschüssige Ballaststoffe.

Probiere auch mal andere Getränke während des Trainings aus – Wasser, isotonische Sportgetränke oder auch verdünnte Limonaden. Einige davon sind möglicherweise bessere Alternativen um deinen Magen zu beruhigen.

Sich zu übergeben bedeutet, dass Du Wasser und Mineralstoffe verlierst. Dehydration kann zu einem ernstzunehmenden Problem werden. Sollte das regelmäßig vorkommen, such dringend einen Arzt auf.

8.     Taubheitsgefühl in der Füßen

Woher kommt das: Wenn deine Schuhe nicht passen, kann das dazu führen, dass zu viel Druck in einem bestimmten Fußbereich herrscht oder dass eine Unterversorgung der Zehen mit Blut vorliegt. Deine Füße schwellen im Training tendenziell an, v.a. in der Hitze. Ein anderer Grund hierfür kann auch eine Entzündung der zu den Zehen führenden Nervem sein..

Was du dagegen tun kannst: Vermeide dieses Problem, indem du deine Zehen während des Trainings bewegst.

Achte auch darauf, dass deine Schuhe  perfekt passen. Viele Schuhläden führen Laufschuhberatungen durch, damit die Schuhe auch individuell auf dich abgestimmt sind. Sei es eine Überpronation, wenn deine Füße nach innen einknickenoder eine Supination, wenn deine Füße nach außen knicken. Außerdem sollten sie dir sagen können, ob es sich bei dir um einen Platt oder Senkfuß handelt, denn in beiden Fällen benötigt man jeweils andere Sohleneinlagen.

Jetzt wisst Ihr Bescheid;)

Euer eCoach


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