“Ernährungstrend #8: Mono Food Bioregulation”

“Ernährungstrend #8: Mono Food Bioregulation”

Bei der sogenannten Mono Food Bioregulation handelt es sich um eine spezifische Art der Diät. Sie basiert auf Prinzipien der natürlichen Gesundheitspflege mittels Ernährung und ist angelehnt an das Buch „The Life Science Health System“ von T.C. Fry. Grundsätzlich besteht diese Diät darin einzelne Nahrungsmittel ausschließlich separat zu sich zu nehmen, also von Mischkost und Lebensmittelkombinationen abzusehen. Beispielsweise könnte ein Frühstück demnach lediglich Wassermelonen oder die Flüssigkeitszufuhr eines Tages ausschließlich Orangensaft beinhalten. Es gibt auch Varianten, bei denen man sich beispielsweise drei Tage lang nur von Kartoffeln, Fleisch oder Fisch ernährt. Prinzipiell funktioniert diese Monodiät mit allen Lebensmitteln, die nicht zusammengesetzt sind. Ein Salat besteht oftmals aus verschiedenen Zutaten wie exemplarisch Salatblätter, Tomaten, Hähnchen, oder Käse. Hier geht es aber darum, einzelne Nahrungsmittel separat zu sich zu nehmen. Demnach beschränkt man sich in diesem Fall auf Salatblätter beziehungsweise nur auf Tomaten, Gurken, Hähnchen oder Käse und verzehrt diese für sich.

Die Mono Food Bioregulation hat einige Vorteile…

Die Idee dieser Diät basiert auf dem Ernährungsverhalten unserer Vorfahren. So hatten Höhlenmenschen damals bekanntlich noch keine vielfältige Auswahl an verschiedenen Lebensmittel und ernährten sich infolgedessen von einzelnen Speisen. Die Monodiät liegt also im Grunde in der Natur des Menschen. Evolutionär bedingt begründet dies eine leichtere Verdaulichkeit einzelner Lebensmittel gegenüber Speisekombinationen. Beim Verdauungsprozess stellt die Kombination unterschiedlicher Nährstoffe durch ihre Komplexität für den Magen eine größere Herausforderung als die Zusammensetzung gleicher Nahrungskomponenten dar. Des Weiteren lassen sich durch diese Art der Diät Allergien oder Probleme hinsichtlich der Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel leichter feststellen. Der Körper ist in der Lage ein zeitnahes Feedback zu geben, wenn er eine bestimmte Mahlzeit nur schlecht verarbeiten konnte. Einen weiteren Vorteil bringt die Einfachheit der Zubereitung mit sich, wenn sie sich auf ein einziges Nahrungsmittel beschränkt. Es ist zum Beispiel viel leichter nur Nudeln oder Reis zu kochen, als mehrere Lebensmittel gleichzeitig vorzubereiten. Hinzu kommt eine intensivere Reflektion der Mahlzeiten, da man sich in der Regel genauer überlegt, welches Nahrungsmittel man verzehren möchte. Schließlich stellt dieses bereits die gesamte Mahlzeit dar. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Präferenz von qualitativ hochwertigeren Lebensmitteln, die dem Körper notwendige Nährstoffe zuführen sollen. Ebenfalls anzumerken ist das schnellere Einstellen eines Sättigungsgefühls, denn das entsprechende Signal wird vom Hirn gesendet, sobald der Bedarf eines Stoffes gedeckt ist. Auch die Geschmacksnerven reagieren auf die gleichbleibende Stimulierung und vermitteln rascher das Gefühl von Sattheit. Wenn man also exemplarisch eine ganze Mahlzeit bestehend aus Fleisch isst, verliert der Geschmack schnell an Reiz und man ist schneller satt. So kann einer übermäßigen Nahrungszufuhr vorgebeugt werden.

… aber auch gewisse Nachteile.

So wie jede andere Diät hat auch die Mono Food Bioregulation ihre Grenzen. Kritiker bringen an dieser Stelle ein, dass man sich sehr stark an der bloßen Nährstoffzufuhr orientiert und den Genuss der Nahrungsaufnahme außen vor lässt. Kurz gesagt: Das Essen wird schnell als langweilig empfunden, da geschmackliche Kombinationen ebenso wie die Zusammensetzung unterschiedlicher Konsistenzen unterbunden werden. Weiterhin entsteht die Gefahr, dass auf bestimmte Nahrungsmittel und dementsprechend auf gewisse Nährstoffe gänzlich verzichtet wird. Beispielsweise sind Lebensmittel wie Nüsse ein wichtiger Lieferant für Fettsäuren, werden jedoch bei der Monodiät aufgrund ihres hochkalorischen Brennwerts gerne einmal aus dem Ernährungsplan gestrichen. Weil die Variabilität von Speisen bei dieser Form der Diät begrenzt ist, entstehen zusätzlich Schwierigkeiten beim Abdecken des Bedarfs aller Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, etc. Somit wird eine zielorientiertere Struktur des Essverhaltens noch bedeutender und erfordert noch mehr Planung. Letztlich unterbindet die Mono Food Bioregulation außerdem nützliche Kombinationen von Speisen beispielsweise in Anbetracht einer erhöhten biologischen Wertigkeit. Die biologische Wertigkeit ist ein Instrument zur Einschätzung der Qualität bei Proteinen. Sie soll mittels der Zusammensetzung von Aminosäuren eine Auskunft darüber geben, wie gut das jeweilige Protein vom Körper aufgenommen werden kann. Durch geschickte Lebensmittelkombinationen wie beispielsweise Kartoffeln mit Eiern kann die biologische Wertigkeit deutlich gesteigert werden, da sich die Aminosäuren verschiedener Nahrungsmittel gegenseitig ergänzen und somit Defizite ausgeglichen werden können. Das hier zugrunde liegende Ernährungsverhalten schließt diesen Vorteil jedoch aus.

Einschätzung des eCoaches

Grundsätzlich ist die Mono Food Bioregulation eine interessante Diätvariante, die für verschiedene Personen Sinn machen kann. Wenn man Probleme bei der Verdauung von Mischkost hat, stellt der separate Verzehr von einzelnen Lebensmitteln gewiss eine Lösung dar. Auch die Einfachheit der Zubereitung bietet für den Alltag insbesondere bei Zeitmangel eine Option. Jedoch bedarf es einer ausgewogenen wie ausgefeilten Planung und einer Menge Disziplin, um die körperlichen Bedürfnisse an Nährstoffen langfristig zu decken und somit gesund und fit zu leben.

Bei Interesse empfiehlt Dir der eCoach eine temporäre, also auf einzelne Mahlzeiten oder Tage begrenzte Durchführung der Diät. Auf diesem Weg lässt sich feststellen, ob diese Mahlzeiten tatsächlich besser verdaut werden und für individuelle Bedürfnisse geeignet sind. Allgemein sollten Essgewohnheiten jedoch immer einer gesunden Lebensweise dienen. Deswegen ist es wichtig, dem Körper verschiedene hochwertige Nährstoffe zuzuführen und ein dauerhaftes Beschränken auf gleiche Nahrungsmittel zu vermeiden. Ob eine solche Ausgewogenheit durch die Monodiät gewährleistet werden kann, hängt also von der eigenen Planung ab.

Hast Du bereits Erfahrung mit der Monodität gemacht? Gern kannst du deine Erfahrungen mit anderen Nutzern und uns in den Kommentaren teilen!

Euer eCoach

 


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